Chronik der Rathausmusik:

1993 von Luise Fürbeth und ihren beiden Kindern Uwe und Inke gegründet, wurde die Gruppe bald durch neue Mitglieder verstärkt. Die ursprüngliche Besetzung mit Gitarre, Trompete und Akkordeon wurde erst durch Violine, 1997 durch eine weitere Trompete, Klarinette und Tuba erweitert.

Die Musiker, die größtenteils aus der Umgebung Affalterthals stammen, trafen sich zum wöchentlichen Proben stets im Affalterthaler Rathaus, was rasch den Namen der Gruppe prägt. Unter der Regie von Karl-Heinz Barwitz, der zusammen mit Luise Fürbeth eifrig Stücke sammelte, arrangierte und mit den übrigen Musikern einstudierte, erlangte die Affalterthaler Rathausmusik schnell einen hohen Bekanntheitsgrad. Auftritte der unterschiedlichsten Art vom Musikantentreffen, über Tanzveranstaltungen, Geburtstagsfeiern und öffentlichen Festivitäten brachten der Gruppe viele Erfahrungen im breiten Spektrum der Unterhaltungsmusik ein. Als besonders angenehm empfand das Publikum dabei, dass die Gruppe stets auf Verstärker uns sonstiger Elektronik verzichtete. Zum einen unterstreicht das die Authentizität ihrer Musik, so dass Zuhörer sich tatsächlich zurückversetzt fühlt in die urigen und gemütlichen Wirtshäuser von einst, die heutzutage so schwer zu finden sind. Zum anderen lässt die Lautstärke auch die Unterhaltung der Gäste ohne gegenseitiges Geschrei und daraus resultierende Missverständnissen auskommen.

Vollkommen neue Eindrücke boten sich den Affalterthaler Musikern als es sie 1998 zum ersten Mal über die Grenzen Deutschlands hinaus verschlug. Dass ihr erster Auslandsaufenthalt gleich derart entfernt lag, nämlich in Japan, war für alle Mitglieder eine freudige Überraschung. Als Hauptattraktion im Freizeitpark Blumenhügel faszinierten sie das japanische Publikum mit fränkischer Volkmusik und sogar einigen Figurentänzen. Nach der Rückkehr aus Japan erlebte die Gruppe nochmals einen Mitgliederwechsel, was leider auch den Abschied von Luise Fürbeth bedeutete. Die musikalische und organisatorische Leitung der Gruppe übernahm fortan der Trompeter Bernd Müller. Seinem Engagement ist es auch zu verdanken, dass es der Gruppe gelang im vergangen Sommer erstmals an professionellen Tonaufnahmen zu arbeiten. Herausgekommen ist dabei eine CD, die wunderbar in das Programm der Affalterthaler einführt: Stücke, wie den Marien,- oder den Erlenwalzer, die immer wieder erkannt und mitgesungen werden; Dreher und Schottisch, die keinen Tänzer auf dem Stuhl halten und einfach in die Beine gehen. Dass diese Musik nichts mit der Volksmusik aus dem Fernsehen zu tun hat, sondern auf Originalität und Tradition setzt, macht sie gewissermaßen zu einem Muss für jeden Kenner und Liebhaber der alten fränkischen Volksmusik.